Mehr Gas im Faulturm durch Desintegration mit Tensiden
Verfahrensbeschreibung
Das TESI-Verfahren ist ein neues Verfahren zur chemischen Desintegration von Überschussschlamm. Das hierbei eingesetzte Produkt Lipisol FT wird in sehr geringen Mengen auf den Überschussschlamm vor der maschinellen Eindickung dosiert. Es besteht aus einer Mischung aus einem oder mehreren leicht abbaubaren (gemäß OECD 301 A-F) anionischen und nichtionischen Tensiden sowie Pflanzenextrakten. Die Zusammensetzung und die Dosiermenge wird an die jeweiligen Gegebenheiten angepasst. Die Wirkung lässt sich folgendermaßen beschreiben:
Tenside zeigen im Zusammenhang mit biologischen Systemen Wechselwirkungen mit Membranen, Proteinen und Enzymen. Durch Adsorption bzw. Komplexbildung verändern Tenside diese Strukturen bzw. Zell- und Gewebsbestandteile.
| Tenside
können je nach Art und Wirkkonzentration |
|
| • | Zellmembranen
durchlässiger machen bis gänzlich auflösen (vgl.
Bioserve-Verfahren) und |
| • |
Enzymwirkungen
beschleunigen oder Enzyme deaktivieren. |
| Diese
Wirkungen können reversibel oder irreversibel sein. |
|
Werden
die im Überschussschlamm enthaltenen Abwasserbakterien mit dem
Lipisol FT beaufschlagt, werden die Eigenschaften der Zellmembran
infolge der Einlagerung der Tensidmoleküle bezüglich
Permeabilität und Stabilität deutlich verändert.
Allein durch die Tensidzugabe ist mit einem verbesserten Aufschluss
der Überschussschlamm-Zellen im Faulturm zu rechnen. Dieser
Effekt kann jedoch durch eine nachgeschaltete, vor allem auf die
Stabilität der Zellmembran wirkende Desintegrationsanlage, z.B.
eine Hochspannungsdesintegration deutlich verstärkt werden. Es
sind jedoch auch Kombinationen mit anderen Desintegrationsverfahren
möglich.
Eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Kläranlage Landshut finden Sie hier.
Vorteile:
| • |
Reduktion der Schlammmenge nach dem Faulturm |
| • |
Erhöhung der spezifischen Gasproduktion |
| • |
Verbesserung der Entwässerbarkeit |
| • |
Optimal kombinierbar mit geeigneten maschinellen Desintegrationsvefahren |
Praktisches Vorgehen
Kläranlagenbetreiber, die sich für unser neues TESI-Verfahren interessieren, sollten sich zunächst mit uns in Verbindung setzen (Info@bioserve-gmbh.de), um ein persönliches Gespräch mit uns zu führen. Bei diesem Gespräch werden wir Ihnen die Wirkmechanismen, die Kombinationsmöglichkeiten und die bisherigen Betriebserfahrungen ausführlich erläutern.
Dieses
Gespräch ist völlig unverbindlich und kann mit oder ohne
vorherige Datenaufnahme
durchgeführt werden.
Liegen Ihre Daten vor, so stellen wir Ihnen gleichzeitig eine Wirtschaftlichkeitsanalyse des Verfahrens vor und, wenn das Verfahren für Ihre Kläranlage geeignet ist, ein Angebot.

Mit dem Bioserve-Verfahren wird der Überschussschlamm aus der Belebung reduziert, mit dem Ziel, die Entsorgungskosten um 10-15 % zu senken.
Das TESI-Verfahren ist ein neues Verfahren zur chemischen Desintegration von Überschussschlamm. Das hierbei eingesetzte Produkt Lipisol FT wird in sehr geringen Mengen...
Probleme mit mangelnder Fettabscheidung oder Fettablagerungen…
Inzwischen haben ca. 70 % aller kommunalen Kläranlagen saisonal oder ganzjährig Probleme mit Blähschlamm, Schwimmschlamm oder Schaum.